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	<title>Literaturblog Bayern</title>
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		<title>Flüche einer Verfluchten Eine Elsner-Tagung in Sulzbach-Rosenberg</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 15:39:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Katrin Schuster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Redaktionsblog]]></category>
		<category><![CDATA[Über Texte & Autoren]]></category>

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Über das &#8220;posthume literarische Comeback&#8221; der Schriftstellerin Gisela Elsner hat hier im Blog Markus Wiefarn vor zwei Jahren schon einmal berichtet. Anlässlich ihres 75. Geburtstags und 20. Todestags fand nun das zweite Symposium – nach dem 2007 in München abgehaltenen – statt, diesmal im Literaturarchiv in Sulzbach-Rosenberg. Eine Zusammenarbeit, die sich für die Initiatorin und [...]]]></description>
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<p>Über das &#8220;posthume literarische Comeback&#8221; der Schriftstellerin Gisela Elsner hat <a href="http://blog.literaturportal-bayern.de/2010/05/10/gisela-elsner-%E2%80%93-ein-posthumes-literarisches-comeback/">hier im Blog</a> Markus Wiefarn vor zwei Jahren schon einmal berichtet. Anlässlich ihres 75. Geburtstags und 20. Todestags fand nun das zweite Symposium – nach dem 2007 in München abgehaltenen – statt, diesmal im Literaturarchiv in Sulzbach-Rosenberg. Eine Zusammenarbeit, die sich für die Initiatorin und Elsner-Herausgeberin Christine Künzel offensichtlich als glücklich erweist: In Sulzbach-Rosenberg gelang, auch dank der Unterstützung des wissenschaftlichen Leiters des Literaturarchivs Michael Peter Hehl, was in München vor fünf Jahren noch nicht klappen wollte, nämlich die Gründung der Internationalen Gisela-Elsner-Gesellschaft. Der Verein will die Erschließung des Werks der Autorin und die in der Gegenwart fortwirkenden Einflüsse ihres schriftstellerischen Schaffens fördern mittels Tagungen, Publikationen, Veranstaltungen und der Einrichtung einer Dokumentations- und Forschungsstelle, die im Sulzbach-Rosenberger Literaturarchiv beheimatet sein wird.</p>
<p><div id="attachment_13107" class="wp-caption alignleft" style="width: 234px"><a href="http://blog.literaturportal-bayern.de/wp-content/uploads/2012/05/ModehausPickel.jpg"><img alt="" class="size-medium wp-image-13107" height="300" src="http://blog.literaturportal-bayern.de/wp-content/uploads/2012/05/ModehausPickel-224x300.jpg" title="ModehausPickel" width="224" /></a><p class="wp-caption-text">Sulzbach-Rosenberger Ansicht - die Gisela Elsner kaum besser hätte erfinden können</p></div>Da es an dieser Stelle zu weit führen würde, die 13 Vorträge der dreitägigen Tagung (<a href="http://blog.literaturportal-bayern.de/2010/05/10/gisela-elsner-%E2%80%93-ein-posthumes-literarisches-comeback/" target="_blank">hier das gesamte Programm als PDF</a>)&nbsp; zufriedenstellend wiederzugeben, werde ich versuche, ein paar – wie mir scheint – zentrale Aspekte und wichtige Akzente aufzuzeigen. Unübersehbar ist in jedem Fall, dass eine neue Generation von WissenschaftlerInnen am Werk ist, die sich nicht zuletzt dadurch auszeichnet, dass sie sich allererst den Texten der Autorin widmet. Dieser Hinweis ist nicht halb so überflüssig, denn tatsächlich hat in der Vergangenheit die große Aufmerksamkeit auf die Person Gisela Elsner vielfach den Blick verstellt, um ihr Werk objektiv unter die Lupe zu nehmen. Und nun lesen also WissenschaftlerInnen ihre Bücher, die auf keinerlei persönliche Erfahrung mit der Schriftstellerin zurückgreifen können. Elsner ist für diese Generation, kurz gesagt, von vorneherein eine mediale Figur, die höchstens als solche einen Gegenstand der Forschung darstellen kann – wie etwa in dem Vortrag von Joseph Gaigl von der Uni Jena, der eine Talkshow mit Elsner und Marcel Reich-Ranicki sowie deren Wahrnehmung durch Wolfgang Hilbig unter die Lupe nahm. Auf die Chance der „Neukontextualisierung“ von Elsner wies Michael Peter Hehl in seinem Vortrag hin, der die Wiederentdeckung sowohl ästhetisch als auch diskursiv einleuchtend begründen konnte. Als er unter dem Stichwort des „Re-Modeling“ ein Fotos von Elsner und Lady Gaga in Verbindung stellte, konnte man sich überhaupt nicht erklären, dass einem diese Ähnlichkeit bislang nicht aufgefallen ist, denn sie ist wirklich augenfällig im besten Sinne.</p>
<p>Die gleichsam ‚wissenschaftlichere‘ (sofern man dieses Adjektiv steigern kann?!) Herangehensweise förderte entsprechend andere, spannende Ansätze zutage. Der oben bereits erwähnte Markus Wiefarn hatte sich Gisela Elsners letzten Text, den unvollendeten Essay <em>Flüche einer Verfluchten</em> vorgenommen und zeigte sehr genau, wie der Text sich seinem Gegenstand annähert, indem er sich selbst zerstöre (oder eben seine Zerstörung inszeniere) und an seiner eigenen Abschaffung arbeite. Der Essay, so Wiefarn, antworte auf die schlechten deutschen Zustände mit einer schlechten deutschen Sprache, da Deutschsein und die deutsche Sprache untrennbar zusammengehörten. Nina Peter von der FU Berlin wiederum zeigte die besondere Rolle der Märchenmotive in Elsners Roman <em>Fliegeralarm</em> auf: Die Kinder-Protagonisten erklären sich jene Momente, in denen die Realität nicht der NS-Propaganda entspricht, mit Hexerei oder Zauberei – so enttarnt Elsner umgekehrt die NS-Propaganda als Märchen.</p>
<p>Dass eine solche ‚Verliteraturwissenschaftlichung“ von Elsners Werk die Gefahr bergen könnte, die realpolitischen Ansprüche darin zu vergessen, wurde mehrmals während der drei Tage deutlich. Allerdings fehlte die Anbindung an die Wirklichkeit in Sulzbach-Rosenberg niemals, und zwar nicht nur, weil Gisela Elsners Bruder Richard Elsner angereist war und Anekdoten aus der gemeinsamen Kindheit in Nürnberg beisteuerte, die teilweise neue Erkenntnisse ermöglichten („Beselsöder war ein Nachbar von uns, ein schlimmer Nazi.“). Auch Michael Töteberg, der aus dem Rowohlt-Nähkästchen plauderte, fügte viel Erhellendes hinzu. Wie all die Anderen, auch wenn sie hier nicht erwähnt werden: Auf den Tagungsband darf man sich freuen.</p>
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		<title>Literarische Stadtführung in Landsberg</title>
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		<pubDate>Fri, 11 May 2012 13:30:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Autorenkreis Landsberg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[Oberbayern]]></category>

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Im Rahmen der 850-Jahr-Feierlichkeiten der Stadt Landsberg veranstaltet der Landsberger Autorenkreis eine „Literarische Stadtführung“. Dazu tragen an bestimmten historischen Orten
	Mitglieder des Autorenkreises passende Texte aus eigener oder fremder Feder vor. Eine spannende Angelegenheit, trägt sie doch dazu bei, auf Dinge aufmerksam zu werden, an denen man bisher achtlos vorbeigegangen ist. Wir werden erkennen, wie manche [...]]]></description>
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<p><div id="attachment_13098" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.literaturportal-bayern.de/wp-content/uploads/2012/05/Stadtmuseum-Ausblick-3893_1.jpg"><img alt="" class="size-medium wp-image-13098" src="http://blog.literaturportal-bayern.de/wp-content/uploads/2012/05/Stadtmuseum-Ausblick-3893_1-300x225.jpg" style="width: 300px; height: 225px;" title="Stadtmuseum Landsberg Ausblick" /></a><p class="wp-caption-text">Ausblick vom Stadtmuseum Landsberg</p></div>Im Rahmen der 850-Jahr-Feierlichkeiten der Stadt Landsberg veranstaltet der Landsberger Autorenkreis eine „Literarische Stadtführung“. Dazu tragen an bestimmten historischen Orten<br />
	Mitglieder des Autorenkreises passende Texte aus eigener oder fremder Feder vor. Eine spannende Angelegenheit, trägt sie doch dazu bei, auf Dinge aufmerksam zu werden, an denen man bisher achtlos vorbeigegangen ist. Wir werden erkennen, wie manche Örtlichkeiten als Staffage für Geschichten und Gedichte – wahr oder erfunden – dienen, wie aber auch manchmal Vergangenheit und Gegenwart sich zu besonderer Sinnhaftigkeit verdichten können.</p>
<p>Der literarische Spaziergang, zusammen mit Stadtführerin Sieglinde Soyer, beginnt im Klösterl und führt über das Hexenviertel die Alte Bergstraße hinauf zum Bayertor und Jesuitenviertel.</p>
<p>Termin: Samstag, 19. Mai, 18.30 Uhr.<br />
	Treffpunkt: Im Klösterl (Straße Richtung Lechpark).</p>
<p>Der Obolus für die Führung beträgt 5.- Euro. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich bei Carmen Kraus: <a href="mailto:KrausPrePrint@aol.com">KrausPrePrint@aol.com</a>, Tel. 08191-50038.<br />
	Siehe auch <a href="http://www.landsberger-autorenkreis.de" target="_blank">www.landsberger-autorenkreis.de</a>.</p>
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		<title>Preis für einen bayerischen Kleinverlag</title>
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		<pubDate>Wed, 09 May 2012 16:46:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Preise & Förderungen]]></category>
		<category><![CDATA[STMWFK]]></category>

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Kunstminister Heubisch vergibt zum vierten Mal den Preis für einen bayerischen Kleinverlag – Bewerbungsfrist bis zum 1. Juni 2012 
Zum vierten Mal schreibt das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst den mit 5.000 Euro dotierten Preis für einen bayerischen Kleinverlag aus. Kunstminister Heubisch betont: „Viele kleinere, unabhängige Verlage sind Teil der kulturellen Vielfalt in [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<p><strong>Kunstminister Heubisch vergibt zum vierten Mal den Preis für einen bayerischen Kleinverlag – Bewerbungsfrist bis zum 1. Juni 2012 </strong></p>
<p>Zum vierten Mal schreibt das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst den mit 5.000 Euro dotierten Preis für einen bayerischen Kleinverlag aus. Kunstminister Heubisch betont: „Viele kleinere, unabhängige Verlage sind Teil der kulturellen Vielfalt in Bayern. Enthusiasmus, der Mut eigene Wege zu beschreiten sowie Entdeckerfreude zeichnen sie aus. Mit kreativen und innovativen Ansätzen geben sie der Branche wichtige Impulse. Mit diesem Preis wollen wir diese Tugenden fördern und die Kleinverlage bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützen.“</p>
<p>Der Preis wurde 2009 im Rahmen des bayerischen Literaturförderprogramms geschaffen und wird jährlich vergeben. Neben dem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro ist die Auszeichnung mit weiteren Förderungen verbunden: Der bayerische Landesverband des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels finanziert dem ausgezeichneten Verlag wie im letzten Jahr die Standgebühren für die im November stattfindende Münchner Bücherschau und ermöglicht außerdem zwei Fortbildungen. Der Preis wird am 30. November 2012 zum Auftakt des Marktes der unabhängigen Verlage „Andere Bücher braucht das Land“ im Literaturhaus München verliehen. Der prämierte Verlag wird sich dort mit einem eigenen Stand präsentieren.</p>
<p>Bisherige Preisträger sind die Verlage mixtvision (2009), der lichtung verlag (2010) und die edition fünf (2005).</p>
<p><em>Bewerben können sich Verlage mit einem Jahresumsatz bis circa 1 Million Euro, die ihren Sitz in Bayern haben. Bewerbungen können bis zum 1. Juni 2012 beim Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst eingereicht werden. Nähere Informationen zum Preis und den Bewerbungsbedingungen finden Sie im Internet unter <a href="http://www.stmwfk.bayern.de/Kunst/preise.aspx" title="Link zu Literaturpreise">http://www.stmwfk.bayern.de/Kunst/preise.aspx.</a></em></p>
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		<title>Monacensia digital: Klaus Manns Tagebücher</title>
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		<pubDate>Sat, 05 May 2012 16:48:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Institutionen]]></category>

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Die Monacensia stellt ab sofort die kompletten Tagebücher von Klaus Mann online: Im Literaturarchiv der Monacensia befindet sich der Nachlass von Klaus Mann (1906 &#8211; 1949) mit insgesamt 21 Bänden seines Tagebuchs, das er vom 9. Oktober 1931 bis zu seinem Tod im Jahr 1949 führte. In Heften, Kladden und Taschenkalendern unterschiedlichsten Formats notierte Klaus [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<p>Die Monacensia stellt ab sofort die kompletten Tagebücher von Klaus Mann online: Im Literaturarchiv der Monacensia befindet sich der Nachlass von Klaus Mann (1906 &#8211; 1949) mit insgesamt 21 Bänden seines Tagebuchs, das er vom 9. Oktober 1931 bis zu seinem Tod im Jahr 1949 führte. In Heften, Kladden und Taschenkalendern unterschiedlichsten Formats notierte Klaus Mann unmittelbar alles, was er erlebte, woran er arbeitete, wem er begegnete, welchen Leidenschaften und Obsessionen er erlag. Die Aufzeichnungen bieten einen radikal offenen Einblick in die komplexe Persönlichkeit von Klaus Mann und sind gleichzeitig ein bewegendes literarisches und zeithistorisches Dokument.</p>
<p><div id="attachment_13086" class="wp-caption alignleft" style="width: 253px"><a href="http://blog.literaturportal-bayern.de/wp-content/uploads/2012/05/KMTagebuch_14_3_33.jpg"><img alt="" class="size-medium wp-image-13086" height="300" src="http://blog.literaturportal-bayern.de/wp-content/uploads/2012/05/KMTagebuch_14_3_33-243x300.jpg" title="KMTagebuch_14_3_33" width="243" /></a><p class="wp-caption-text">Tagebuch von Klaus Mann, vom 14.März 1933. Klaus Mann markiert den Beginn seines Exils mit drei waagrechten Linien. (c) Monacensia - Literaturarchiv und Bibliothek</p></div>Lange waren die rein privaten Notizen ein sorgfältig gehütetes Geheimnis. Im Jahr 1989 begann der Verleger Eberhard Spangenberg mit der Publikation einer Auswahl der Tagebücher, die später von Rowohlt Verlag übernommen wurde. Auf Wunsch der Familie Mann waren die Originaltagebücher bis zum Jahr 2010 für die Öffentlichkeit und auch für die Forschung weitgehend unzugänglich. Unter <a href="http://www.monacensia-digital.de" target="_blank">www.monacensia-digital.de</a> sind die vollständigen, 3479 Seiten umfassenden Tagebücher von Klaus Mann ab sofort ohne Einschränkungen und kostenfrei im Maßstab 1:1 in einem hochauflösenden, einwandfrei lesbaren Format einsehbar.</p>
<p>Das Projekt www.monacensia-digital.de<br />
	Die Monacensia, ein Institut der Münchner Stadtbibliothek, hat mit der Digitalisierung der Tagebücher von Klaus Mann einen weiteren wichtigen Schritt unternommen, ihre wertvollen Handschriftenbestände zur Familie Mann in digitalisierter Form der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Den Auftakt des groß angelegten Projekts bildete der literarische Nachlass der Schriftstellerin und Journalistin Monika Mann (1910 – 1992), der bereits seit Oktober 2011 digital im Internet zur Verfügung steht. Mit den kompletten Nachlässen von Klaus und Erika Mann, über 800 Briefen und Manuskripten von Thomas Mann sowie zahlreichen Archivalien von Golo, Monika, Michael Mann und Elisabeth Mann Borgese ist die Monacensia eine international viel beachtete Forschungsstelle zur Familie Mann. Informationen zu den Nachlässen im Literaturarchiv der Monacensia finden Sie unter <a href="http://www.muenchner-stadtbibliothek.de/monacensia" target="_blank">www.muenchner-stadtbibliothek.de/monacensia</a>.</p>
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		<title>Jean-Paul-Jubiläum 2013: Stadtschreiber gesucht</title>
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		<pubDate>Fri, 04 May 2012 16:20:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Preise & Förderungen]]></category>

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		<description><![CDATA[
			
				
			
		
Die Stadt Bayreuth feiert im kommenden Jahr den 250. Geburtstag ihres Dichterfürsten Jean Paul mit einem anspruchsvollen und vielseitigen Jubiläumsprogramm. „Dichter der schönsten Wunschlandschaften“ nannte Ernst Bloch den Jubilar. Ein Titel, der ihm, Jean Paul, wohl gut gefallen hätte. Er war zu seiner Zeit eine bedeutende und berühmte Persönlichkeit. Sein literarisches Schaffen beeindruckt in Qualität [...]]]></description>
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<p>Die Stadt Bayreuth feiert im kommenden Jahr den 250. Geburtstag ihres Dichterfürsten Jean Paul mit einem anspruchsvollen und vielseitigen Jubiläumsprogramm. „Dichter der schönsten Wunschlandschaften“ nannte Ernst Bloch den Jubilar. Ein Titel, der ihm, Jean Paul, wohl gut gefallen hätte. Er war zu seiner Zeit eine bedeutende und berühmte Persönlichkeit. Sein literarisches Schaffen beeindruckt in Qualität und Quantität, er ist jedoch heute in seiner Thematik und Sprache schwer zu vermitteln.</p>
<p><div id="attachment_13081" class="wp-caption alignleft" style="width: 265px"><a href="http://blog.literaturportal-bayern.de/wp-content/uploads/2012/05/JeanPaul.jpg"><img alt="" class="size-medium wp-image-13081" height="300" src="http://blog.literaturportal-bayern.de/wp-content/uploads/2012/05/JeanPaul-255x300.jpg" title="JeanPaul" width="255" /></a><p class="wp-caption-text">Stahlstich von Carl August Schwerdgeburth (1785-1878); (c) Bildarchiv Bayerische Staatsbibliothek</p></div>Das Jubiläumsjahr 2013 ist daher eine willkommene Gelegenheit, um neue Wege zu seinem Werk zu finden, seine Persönlichkeit, den vielschichtigen Denker, den Philosophen, den sprachgewaltigen Bilderschöpfer und auch seine enge Verbundenheit mit Bayreuth zu würdigen. Gerade Bayreuth als sein Wohn- und Sterbeort ist prädestiniert hierbei eine herausragende Rolle zu spielen.</p>
<p>Vom 1. Februar bis 30. Juni 2013 wird ein Schriftsteller beziehungsweise eine Schriftstellerin als Stadtschreiber in Bayreuth zu Gast sein. Er / sie soll das Jubiläum literarisch begleiten, beispielsweise durch Lesungen und einen Blog. Auch eine Zusammenarbeit mit den Oberstufen der Gymnasien wird angestrebt. Der Stadtschreiber / die Stadtschreiberin wird in der Innenstadt eine Wohnung beziehen, die freundlicherweise von privater Seite kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Verschiedene Bayreuther Gastronomen haben sich zudem bereit erklärt, für kulinarische Erlebnisse zu sorgen.</p>
<p>Die Ausschreibung der Stadtschreiberstelle ging an namhafte deutschsprachige Verlage, Literaturhäuser und -vereine. Bewerber / innen sollten möglichst auf eine selbständige Publikation verweisen können, die nicht im Eigenverlag erschienen ist. Zugelassen sind alle deutschsprachigen Autoren und Autorinnen. Die Ausschreibungsfrist endet am 31. Juli 2012. Die Ausschreibung im Wortlaut kann <a href="http://www.bayreuth.de/files/pdf/Dienststellen/Kulturamt/AusschreibungStadtschreiber.pdf" target="_blank">als PDF hier heruntergeladen</a> werden.</p>
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		<title>Gisela-Elsner-Symposium in Sulzbach-Rosenberg</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 10:51:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Institutionen]]></category>

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Die in Nürnberg geborene und aufgewachsene Gisela Elsner (1937 – 1992), die von 1977 bis zu ihrem Tod 1992 in München lebte, kann als eine der prominentesten und zugleich umstrittensten Autorinnen der neueren deutschsprachigen Literatur gelten.
	Mit ihrem Erstling Die Riesenzwerge erlangte die Jungautorin 1964 internationale Aufmerksamkeit. Doch bereits in den 1980er Jahren wurde es immer [...]]]></description>
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<p>Die in Nürnberg geborene und aufgewachsene Gisela Elsner (1937 – 1992), die von 1977 bis zu ihrem Tod 1992 in München lebte, kann als eine der prominentesten und zugleich umstrittensten Autorinnen der neueren deutschsprachigen Literatur gelten.<br />
	Mit ihrem Erstling <em>Die Riesenzwerge</em> erlangte die Jungautorin 1964 internationale Aufmerksamkeit. Doch bereits in den 1980er Jahren wurde es immer stiller um sie, 1986 folgte die Trennung vom Rowohlt Verlag. Existenzielle Ängste, die konsequente Ablehnung ihrer Werke durch das bundesdeutsche Feuilleton, der Zusammenbruch der sozialistischen Systeme Ende der 1980er Jahre sowie gravierende gesundheitliche Probleme mögen zum Selbstmord am 13. Mai 1992 geführt haben.</p>
<p>Nach ihrem Tod blieben die Autorin und ihr Werk lange unbeachtet. Erst mit Oskar Roehlers Film „Die Unberührbare“ (2000) erlangte Gisela Elsner wieder Aufmerksamkeit. Seit 2006 erscheinen ihre Werke in Neuauflagen&nbsp; kontinuierlich im Berliner Verbrecher Verlag. Doch befindet sich die literaturwissenschaftliche Forschung zu ihrem Werk noch in den Anfängen. Vor diesem Hintergrund möchte diese Tagung im <a href="http://literaturarchiv.de/" target="_blank">Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg</a> wesentliche Grundlagen für eine Elsner-Forschung schaffen.</p>
<p>Vom 10. – 12. Mai 2012 wird ein Symposium zum Werk der Autorin Gisela Elsner stattfinden, das zugleich als Initiationsveranstaltung zur Etablierung einer Forschungs- und Dokumentationsstelle zu Gisela Elsner im Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg gedacht ist, von der künftig Anregungen für eine weitere literatur- und kulturwissenschaftliche Beschäftigung mit ihrem Werk und dessen Rezeption ausgehen sollen. Neben 13 wissenschaftlichen Vorträgen wird es eine Lesung aus Elsners Erzählungen geben, die im Herbst 2012 im Verbrecher Verlag erscheinen werden, sowie eine szenische Lesung des Romans Fliegeralarm, die von Mitgliedern der Badischen Landesbühne in Bruchsal präsentiert wird.</p>
<p>Das detaillierte Tagungsprogramm finden Sie <a href="http://literaturarchiv.de/fileadmin/Dateiverzeichnis/PDF/Programme/2012/2012-Elsner_Flyer.pdf" target="_blank">hier</a>.<br />
	 </p>
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		<title>Bayerische Akademie des Schreibens</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 17:41:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>

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		<description><![CDATA[
			
				
			
		
„Romane“: Ein dreiteiliges Seminar im Literaturhaus München
 
Hier werden junge Autoren gefördert und gefordert. Anders als bei festen Studiengängen bietet die Bayerische Akademie des Schreibens Seminare für die verschiedensten literarischen Genres an. Bewerben kann sich, wer nicht älter als 40 Jahre ist, über eine längere Schreiberfahrung verfügt, möglichst erste Publikationen vorweisen kann und nun an seinem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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		</div>
<p><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-13069" height="155" src="http://blog.literaturportal-bayern.de/wp-content/uploads/2012/04/Akademie-9a6dbf83-300x155.png" title="Bayerische Akademie des Schreibens" width="300" /><strong>„Romane“: Ein dreiteiliges Seminar im Literaturhaus München</strong></p>
<p> </p>
<p>Hier werden junge Autoren gefördert und gefordert. Anders als bei festen Studiengängen bietet die <a href="http://www.literaturhaus-muenchen.de/akademie" target="_blank">Bayerische Akademie des Schreibens</a> Seminare für die verschiedensten literarischen Genres an. Bewerben kann sich, wer nicht älter als 40 Jahre ist, über eine längere Schreiberfahrung verfügt, möglichst erste Publikationen vorweisen kann und nun an seinem ersten Roman schreibt.</p>
<p>Die Akademie startet mit einem <strong><em>dreiteiligen Seminar für Romanautoren</em></strong>, das der Autor Thomas Lehr und die Lektorin Lina Muzur (Carl Hanser Verlag) gemeinsam leiten. Vom ersten bis zum letzten Satz, von den Entwürfen bis zum Ende erhält man hier die Gelegenheit, seinen Roman in den verschiedenen Stadien mit Experten und jungen Kolleginnen und Kollegen zu diskutieren. Es geht um das literarische Schreiben als Kunst und Handwerk. Vor allen Dingen aber geht es um den eigenen Weg zum letzten Satz, um die Potenziale des eigenen Textes und um zeitgemäße Formen, Autor zu werden.</p>
<p><strong><em>„Romane“</em></strong><br />
	Seminar in drei Blöcken<br />
	I. Teil 1. bis 5. Juli 2012<br />
	II. Teil November 2012<br />
	III. Teil April 2013<br />
	Das Seminar findet im Literaturhaus München statt.<br />
	Die Kosten für den Seminarplatz, Hotel und Verpflegung umfassen 200,- Euro pro Seminarblock<br />
	<strong><em>Bewerbungsschluss: 13. Mai 2012</em></strong><br />
	Bewerbung bitte in dreifacher Kopie mit: ausgefülltem Bewerbungsformular tabellarischem Lebenslauf Publikationsliste Exposé des Romans Textprobe von 10 Normseiten (wenn möglich Romananfang)<a href="http://www.literaturhaus-muenchen.de/tl_files/lh/PDF/2012/AkademieRomane.pdf" target="_blank"><br />
	Bewerbungsunterlagen (pdf)</a></p>
<p>Die Bayerische Akademie des Schreibens wird veranstaltet von der Stiftung Literaturhaus mit Unterstützung durch das <a href="http://www.stmwfk.bayern.de/" target="_blank">Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst</a>.</p>
<p>Informationen bei<br />
	Dr. Katrin Lange<br />
	Tel. 089-29 19 34-23<a href="mailto:klange@literaturhaus-muenchen.de"><br />
	klange@literaturhaus-muenchen.de</a><br />
	Literaturhaus München<br />
	Salvatorplatz 1<br />
	80333 München<br />
	U-Bahnen U 3/6 und U 4/5 bis Odeonsplatz<a href="http://www.facebook.com/literaturhausmuenchen" target="_blank"><br />
	www.facebook.com/literaturhausmuenchen</a></p>
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		<title>Gisela-Elsner-Lesungen in Nürnberg und München</title>
		<link>http://blog.literaturportal-bayern.de/2012/04/27/gisela-elsner-lesungen-in-nurnberg-und-munchen/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 12:49:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Markus Wiefarn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leserblog]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelfranken]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>

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		<description><![CDATA[
			
				
			
		
„hinter mir stehe nur ich“
	 Lesung und Filmvorführung zum 75. Geburtstag / 20. Todestag von Gisela Elsner
Mit ihrem Debüt Die Riesenzwerge avancierte die 1937 in Nürnberg geborene und 1992 in München verstorbene Gisela Elsner in den 1960er Jahren zu einem preisgekrönten Literaturstar. In den beiden darauffolgenden Jahrzehnten wurde die Autorin jedoch mehr und mehr in [...]]]></description>
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			</a>
		</div>
<p><img alt="" class="alignleft size-medium wp-image-13065" height="212" src="http://blog.literaturportal-bayern.de/wp-content/uploads/2012/04/elsner_imagebild-300x212.jpg" title="elsner_imagebild" width="300" /><strong>„hinter mir stehe nur ich“</strong><br />
	<strong> Lesung und Filmvorführung zum 75. Geburtstag / 20. Todestag von Gisela Elsner</strong></p>
<p>Mit ihrem Debüt <em>Die Riesenzwerge</em> avancierte die 1937 in Nürnberg geborene und 1992 in München verstorbene Gisela Elsner in den 1960er Jahren zu einem preisgekrönten Literaturstar. In den beiden darauffolgenden Jahrzehnten wurde die Autorin jedoch mehr und mehr in der öffentlichen Wahrnehmung marginalisiert. Erst vor gut zehn Jahren verschaffte schließlich der von ihrem Sohn Oskar Roehler gedrehte Film <em>Die Unberührbare</em> der Person Gisela Elsner einige Aufmerksamkeit, welche sich gegenwärtig durch die nach und nach erscheinende Werkausgabe auch wieder auf ihre Texte ausweitet.</p>
<p>In den Mai 2012 fallen zwei Gisela-Elsner-Jubiläumstage – der 75. Geburtstag am 2. Mai in Nürnberg sowie der 20. Todestag am 13. Mai in München. Aus diesem Anlass findet in beiden Städten eine von Gesche Piening und Peter Punckhaus konzipierte Veranstaltung statt, die öffentlich an die Autorin erinnert. An eine etwa einstündige Lesung der Schauspielerinnen Gesche Piening und Judith Toth aus Elsners literarischen und kritischen Texten schließt eine Vorführung des Films <em>Die Unberührbare</em> an.</p>
<p>Termine:</p>
<p>Nürnberg, Mittwoch, 2. Mai 2012, 19 Uhr<br />
	Filmhaus Nürnberg (Künstlerhaus)<br />
	<a href="http://www.kubiss.de" target="_blank">www.kubiss.de</a></p>
<p>München, Sonntag, 13. Mai 2012, 11 Uhr<br />
	Monopol-Kino<br />
	<a href="http://www.monopol-kino.de" target="_blank">www.monopol-kino.de</a></p>
<p>Kooperationspartner und Unterstützer:<br />
	Kulturreferat der Stadt Nürnberg<br />
	Kulturreferat der Stadt München</p>
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if (button) {
	button.onclick = function(e) {
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	if (button.id === 'facebook_share_button_13059') {
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		</item>
		<item>
		<title>Günter Herburger: Das Berliner Mädchen</title>
		<link>http://blog.literaturportal-bayern.de/2012/04/05/gunter-herburger-das-berliner-madchen/</link>
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		<pubDate>Thu, 05 Apr 2012 14:21:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leseproben]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktionsblog]]></category>

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		<description><![CDATA[
			
				
			
		
Am Freitag wird der Schriftsteller Günter Herburger 80 Jahre alt &#8211; pünktlich dazu erscheint ein neues Buch von ihm, der Band Haitata &#8211; kleine wilde Romane. Einen dieser kleinen wilden Romane veröffentlichen wir hier mit freundlicher Genehmigung des A1 Verlages.
 
DAS BERLINER MÄDCHEN, gemalt von Petrus Christus aus Brügge, ist verärgert. Sein Gesicht brennt, hat Risse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="tweetmeme_button" style="float: right; margin-left: 10px;">
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			</a>
		</div>
<p>Am Freitag wird der Schriftsteller Günter Herburger 80 Jahre alt &#8211; pünktlich dazu erscheint ein neues Buch von ihm, der Band <em>Haitata &#8211; kleine wilde Romane</em>. Einen dieser kleinen wilden Romane veröffentlichen wir hier mit freundlicher Genehmigung des <a href="http://www.a1-verlag.de/" target="_blank">A1 Verlages</a>.</p>
<p> </p>
<p><span style="font-family:lucida sans unicode,lucida grande,sans-serif;">DAS BERLINER MÄDCHEN, gemalt von Petrus Christus aus Brügge, ist verärgert. Sein Gesicht brennt, hat Risse im Firnis, und übrig gebliebene Härchen der rasierten Augenbrauen sitzen schief. Außerdem ist seine Rückwand von Fernabsatzverträgen bedeckt, da es aus Liechtenstein stammt, und die Leisten sind von gestempelten Datenchoreographien übersät.<br />
	Das Mädchen trägt eine hohe Haube aus dunklem Samt, um sein Kinn spannt sich ein Riemen desselben Materials, als wolle es Polo spielen.<br />
	<div id="attachment_13033" class="wp-caption alignleft" style="width: 239px"><img alt="" class="size-medium wp-image-13033" height="300" src="http://blog.literaturportal-bayern.de/wp-content/uploads/2012/04/Petrus_Christus_Portrait_of_a_young_girl-229x300.jpg" title="Petrus_Christus,_Portrait_of_a_young_girl" width="229" /><p class="wp-caption-text">Petrus Christus: Bildnis einer jungen Dame, um 1470<em>,</em> ev. Lady Talbot, Gemäldegalerie (Berlin)</p></div><span style="font-family:lucida sans unicode,lucida grande,sans-serif;">Am Hals drei Goldkettchen, um die Schultern Schwanenpelzchen, die Brust abgeschnürt, als habe es noch keine Brüstchen, sein Kleid aus dreifach gerafftem Taft, die dünnen Stoffschuhe mit langen Spitzen.<br />
	Als es entschlossen aus dem Bild springt, landet es auf einem künstlerisch geriffelten Boden. Blut ist im Schuh.<br />
	Das Mädchen eilt an kontemplativen Besuchern vorbei und gerät auf den Alexanderplatz. Lärm, Geschrei und immer wieder große Frauen, die kolossale Handtaschen tragen.<br />
	Verschüchtert duckt sich das Mädchen in eine Ecke, wo ein Rucksack liegt.<br />
	Ein Junge kommt, sagt, er heiße Steckel und holt aus dem Rucksack ein kleines Disk-Gerät, sagt, er könne das Mädchen brauchen, es solle mitkommen.<br />
	Nein, nein, mein schreckliches Gesicht.<br />
	Moment, sagt der Junge, schmiert das Gesicht mit Melksalbe ein. Seine Mutter habe in einer LPG gearbeitet.<br />
	Wie schön, die Risse brennen nicht mehr.<br />
	Auf dem Alexanderplatz stellt der Junge sein Gerät laut und beginnt zu tanzen. Zunächst nur mit Armen und Beinen, dann wirbelt er herum, und zwar auf dem Kopf,was wehtun muss, springt auf, fängt noch mal von vorn an mit einer Pirouette, unendlich lang auf dem Kopf, die Beine und Arme nach außen gestreckt, dann zu sich gezogen, als sei er eine Tulpe.<br />
	Schließlich liegt er da, erschöpft, und schnauft, die wundervolle Kröte.<br />
	Sie gehen zurück zum Rucksack, und Steckel sagt, es, das Mädchen, brauche richtige Schuhe.<br />
	Es dauert und dauert, Durst und Hunger, aber Steckel kommt zurück und hat für das Mädchen kleine Bergstiefel, die er aus einer Auslage mitgenommen hat, allerdings von verschiedenen Firmen, da aus Vorsicht nur rechte oder linke Modelle präsentiert werden.<br />
	Sie passen, der eine Stiefel hoch geschnürt, der andere mit Pelz um den Schaft. Das Mädchen freut sich.<br />
	Noch oft sind sie auf dem Alexanderplatz. Steckel stellt mit lauter Musik seine artistischen Brechtänze vor, das Mädchen kassiert, die Röcke hochgerafft, in der Runde der Zuschauer nicht nur Münzen, auch Scheine.<br />
	Mit einem Knicks bedankt es sich, während seine Haube zittert.<br />
	So könnten sie recht angenehm weiterleben, in einer Pflanzenecke der Akademie der Künste zusammen schlafend, eine Decke über sich, die beiden Köpfe auf den Rucksack gebettet.<br />
	Wenn sie Hunger haben, holt Steckel aus der Kantine der Akademie in Aluminium verschlossene Speisen, was in dem Getümmel, ohne Bezahlung, anscheinend nicht nur er praktiziert.<br />
	Die Risse im Gesicht des Mädchens sind dank Melkfett verschwunden, zudem hat sich Kraft nach sechs Jahrhunderten in ihm manifestiert. Ihre Brüstchen wachsen, ihre Schultern dehnen sich. Bald wird das alte Kleid zu klein sein.<br />
	Eines Morgens lockt das Mädchen ihren Freund in das Museum, zeigt Steckel das leere Bild, aus dem es gesprungen ist, behauptet, heraus oder hinein, es sei dasselbe.<br />
	Ich soll hineinspringen?, fragt Steckel.<br />
	Warum nicht, sagt das Mädchen, heraus habe ich es auch geschafft.<br />
	Und was geschieht dann?<br />
	Du wirst berühmt, kommst in allen Katalogen vor.<br />
	Was kriege ich dafür?<br />
	Ansehen, Ehre und einen ungeheuren Preis, wenn das Bild bei Sotheby’s versteigert wird.<br />
	Steckel nimmt Anlauf, stoppt, kehrt zurück und sprintet noch einmal, sich senkrecht erhebend, hinein in das Bild, den Rucksack auf dem Rücken, die Beine angezogen, und steckt, mit gefletschten Zähnen über die linke Schulter blickend, die Arme nach vorn geworfen, als Portraitkunst in der Sammlung des Fürsten von und zu Liechtenstein, ausgeliehen nach Berlin.<br />
	Das Mädchen reißt seine Haube ab, zieht sich aus, bettelt Besucher an, ihr Kleider zu geben.<br />
	Auf dem Alexanderplatz ist es noch nackt, als es das Disk-Gerät einschaltet und einen Brechtanz nachahmt.<br />
	Nicht nur Geld, vor allem Kleidungsstücke werden ihm zugeworfen. Es verneigt sich, zieht sich an, die verschiedenen Bergstiefel an den Füßen, die ihm weiterhin Halt geben werden.</span></p>
<p><strong>Aus: Günter Herburger: Haitata &#8211; kleine wilde Romane. A1 Verlag, München 2012. 112 Seiten, € 18,80</strong></p>
<p><strong><a href="http://www.a1-verlag.de/de/author/40/" target="_blank">Mehr Infos über den Autor &#8230;</a></strong></p>
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		<title>Erich Mühsams Tagebücher: Lesung im Literaturhaus Oberpfalz</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Mar 2012 10:56:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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„Die Tagebücher des Erich Mühsam“: Präsentation mit Herausgeber Chris Hirte, Lesung der Texte: Fritz Barth.
Die Tagebücher des Anarchisten Erich Mühsam (1878 &#8211; 1934) sind ein Jahrhundertwerk, das es noch zu entdecken gilt. In einer auf 15 Bände angelegten Edition erschien im Berliner Verbrecher Verlag soeben der zweite Band. Am Donnerstag, 29. März 2012, um 20.00 [...]]]></description>
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<p><strong>„Die Tagebücher des Erich Mühsam“: Präsentation mit Herausgeber Chris Hirte, Lesung der Texte: Fritz Barth.</strong></p>
<p><div id="attachment_13025" class="wp-caption alignleft" style="width: 217px"><a href="http://blog.literaturportal-bayern.de/wp-content/uploads/2012/03/Mühsam.jpg"><img alt="" class="size-medium wp-image-13025" height="300" src="http://blog.literaturportal-bayern.de/wp-content/uploads/2012/03/Mühsam-207x300.jpg" title="Mühsam" width="207" /></a><p class="wp-caption-text">Erich Mühsam 1919, fotografiert von Heinrich Hofmann</p></div>Die Tagebücher des Anarchisten Erich Mühsam (1878 &#8211; 1934) sind ein Jahrhundertwerk, das es noch zu entdecken gilt. In einer auf 15 Bände angelegten Edition erschien im Berliner Verbrecher Verlag soeben der zweite Band. <strong>Am Donnerstag, 29. März 2012, um 20.00 Uhr</strong> wird der Herausgeber Christ Hirte die ersten beiden Bände vorstellen, die Lesung der Texte übernimmt der Regensburger Schauspieler Fritz Barth.</p>
<p>15 Jahre lang, von 1910 bis 1924, hat Erich Mühsam, der berühmteste deutsche Anarchist, sein Leben festgehalten: ausführlich, stilistisch pointiert, schonungslos auch sich selbst gegenüber und niemals langweilig. Was diese Tagebücher so fesselnd macht, ist der wache Blick des Weltveränderers. Erich Mühsam, geboren am 6. April 1878 in Berlin, war ein Dichter und politischer Publizist. Er war maßgeblich an der Ausrufung der Münchner Räterepublik beteiligt, wofür er zu 15 Jahren Festungshaft verurteilt wurde. 1933 wurde er verhaftet und am 10. Juli 1934 im KZ Oranienburg von der SS-Wachmannschaft ermordet.</p>
<p>Chris Hirte war bereits Mitherausgeber der Erich-Mühsam-Werkausgabe beim Verlag Volk und Welt (1978-1985). Seine Mühsam-Biographie erschien 1985 im Verlag Neues Leben. 1994 veröffentlichte er bei dtv München eine Auswahl aus den Tagebüchern. Seit 2009 arbeitet er gemeinsam mit Conrad Piens an der Gesamtausgabe der Tagebücher. Die gewissenhaft edierten Textbände werden auch im Internet unter <a href="http://www.muehsam-tagebuecher.de" target="_blank">www.muehsam-tagebuecher.de</a> veröffentlicht.</p>
<p>Eintritt: 6 €, ermäßigt 4 €, Informationen und Reservierungen: 09661/815959-0</p>
<p><a href="http://literaturarchiv.de/literaturhaus/programm.html" target="_blank">Zur Website des Literaturhauses Oberpfalz &#8230;</a></p>
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