Man kann sie hier und da schon fast leise grummeln hören, die Diskussion darüber, ob Carlamaria Heim nun eine 'echte' Schriftstellerin sei oder nicht. Schließlich habe sie ja 'nur' die Tonbandaufzeichnungen der Gespräche mit ihrer Mutter und Anderen zwischen zwei Buchdeckel gepackt. Man kann der Meinung sein, dass das nicht genüge, um sich Schriftsteller...
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Über Texte & Autoren
Wer ist denn nun ein ‚Schriftsteller‘?
Wer war Josefa Halbinger?
Josefa Halbinger wurde am 6. Januar 1900 in Erching bei Freising geboren, von wo aus sie schon bald nach München zog. Sie war das dritte Kind von Vater Theodor und Mutter Anna Halbinger – der Vater war von Beruf Maurer, die Mutter arbeitete als Putzfrau. Nach dem Tod ihres Vaters 1911 begann für die...
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Wie Moritz Eggert Kroetz vertont
Dass man etwas von Franz Xaver Kroetz auf einer Bühne zu sehen und zu hören bekommt, ist an sich – auch wenn es seltener geworden ist – nichts Verwunderliches. In diesem Fall ist das allerdings anders: Zu sehen bekommt man zwei Männer in der typischen schwarz-weißen Tracht der klassischen Musik, der Eine räuspert sich...
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Gedanken zur bairischen Sprache bei Franz Xaver Kroetz
„Für mich ist das Bayrische eine geschundene Sprache, eine Volkssprache, eine traurige Sprache.“ Die Sprache in den Stücken von Franz Xaver Kroetz geht immer einher mit der Verwendung des Dialekts und der Distanz zur Hochsprache. Während die Naturalisten des 19. Jahrhunderts aber noch versuchten, das Einmalig- und Einzigsein des ‚kleinen Mannes‘, die Unverwechselbarkeit des...
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Kroetz: verlegt und vergriffen
Für die Recherche über unseren aktuellen Autor der Woche Franz Xaver Kroetz hatte ich mich in die Zentralbibliothek im Gasteig aufgemacht – auch wenn bei der StaBi freilich mehr Material vorhanden wäre: Ich sehe einfach gerne, was die Bibliotheken für den Hausgebrauch so vorrätig haben. Das ist im Großen und Ganzen auch meistens ganz...
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Franz Xaver Kroetz und das neue Volksstück
Versuch einer Abgrenzung: Komödienstadel
„Das Volksstück ist für gewöhnlich krudes und anspruchsloses Theater. Da gibt es derbe Späße, gemischt mit Rührseligkeiten, da ist hanebüchene Moral und billige Sexualität. Die Bösen werden bestraft, und die Guten werden geheiratet, die Fleißigen machen eine Erbschaft, und die Faulen haben das Nachsehen.“ So schrieb Bertolt Brecht 1940 in...
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Sophie von La Roche und Goethe
Seit seinem Besuch in Ehrenbreitstein 1772 ist Goethe Sophie von La Roche freundschaftlich verbunden. In einem Brief vom 20. November 1772 erinnert er sich der „ersten unschätzbaren Augenblicke, die mich zu Ihnen brachten“, jener „Szenen der innigsten Empfindung“, die Goethe seine Unfähigkeit, sich laut zu freuen, gewahr werden lassen.
Im September 1772 hatte Goethe plötzlich...
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Digitalisierte Briefe von Sophie von La Roche
Natürlich, das behauptet sich leicht, dass die Handschrift das digitale Zeitalter nicht überleben wird. Das stimmt auch für uns Heutige, für die Handschriften der Gestrigen allerdings ist gerade das Gegenteil der Fall: Die modernen Medien retten tausende von möglicherweise andernfalls längst vergessenen Handschriften in die Zukunft und machen sie in einer Weise öffentlich zugänglich,...
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Über Werther und andere missbrauchte Liebesbriefe
„Wie froh bin ich, dass ich weg bin!“ lautet der erste Satz des ersten Briefs, darüber nur das Datum, der 4. Mai 1771: Die Leiden des jungen Werther von Johann Wolfgang Goethe darf zweifellos als bekanntester deutscher Briefroman gelten. „Wie froh bin ich, dass ich weg bin!“ deutet dabei nicht nur auf eine Flucht...
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Eine Jugend in Deutschland von Ernst Toller im BR-Hörspiel-Pool
Über das Hörspiel Eine Jugend in Deutschland nach den gleichnamigen Erinnerungen des politischen Schriftstellers – oder schriftstellernden Politikers? – Ernst Toller möchte man am liebsten nur zwei Worte verlieren. Und die lauten: Steven Scharf. Es ist vor allem dessen Diktion, die diese brilliante akustische Umsetzung ausmacht; dieser Tonfall des kindlich-naiven Rapports, dieses Hörbarmachen der...
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