„Für mich ist das Bayrische eine geschundene Sprache, eine Volkssprache, eine traurige Sprache.“ Die Sprache in den Stücken von Franz Xaver Kroetz geht immer einher mit der Verwendung des Dialekts und der Distanz zur Hochsprache. Während die Naturalisten des 19. Jahrhunderts aber noch versuchten, das Einmalig- und Einzigsein des ‚kleinen Mannes‘, die Unverwechselbarkeit des...
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Redaktionsblog
Gedanken zur bairischen Sprache bei Franz Xaver Kroetz
Kroetz: verlegt und vergriffen
Für die Recherche über unseren aktuellen Autor der Woche Franz Xaver Kroetz hatte ich mich in die Zentralbibliothek im Gasteig aufgemacht – auch wenn bei der StaBi freilich mehr Material vorhanden wäre: Ich sehe einfach gerne, was die Bibliotheken für den Hausgebrauch so vorrätig haben. Das ist im Großen und Ganzen auch meistens ganz...
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Franz Xaver Kroetz und das neue Volksstück
Versuch einer Abgrenzung: Komödienstadel
„Das Volksstück ist für gewöhnlich krudes und anspruchsloses Theater. Da gibt es derbe Späße, gemischt mit Rührseligkeiten, da ist hanebüchene Moral und billige Sexualität. Die Bösen werden bestraft, und die Guten werden geheiratet, die Fleißigen machen eine Erbschaft, und die Faulen haben das Nachsehen.“ So schrieb Bertolt Brecht 1940 in...
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Sophie von La Roche und Goethe
Seit seinem Besuch in Ehrenbreitstein 1772 ist Goethe Sophie von La Roche freundschaftlich verbunden. In einem Brief vom 20. November 1772 erinnert er sich der „ersten unschätzbaren Augenblicke, die mich zu Ihnen brachten“, jener „Szenen der innigsten Empfindung“, die Goethe seine Unfähigkeit, sich laut zu freuen, gewahr werden lassen.
Im September 1772 hatte Goethe plötzlich...
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Digitalisierte Briefe von Sophie von La Roche
Natürlich, das behauptet sich leicht, dass die Handschrift das digitale Zeitalter nicht überleben wird. Das stimmt auch für uns Heutige, für die Handschriften der Gestrigen allerdings ist gerade das Gegenteil der Fall: Die modernen Medien retten tausende von möglicherweise andernfalls längst vergessenen Handschriften in die Zukunft und machen sie in einer Weise öffentlich zugänglich,...
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Über Werther und andere missbrauchte Liebesbriefe
„Wie froh bin ich, dass ich weg bin!“ lautet der erste Satz des ersten Briefs, darüber nur das Datum, der 4. Mai 1771: Die Leiden des jungen Werther von Johann Wolfgang Goethe darf zweifellos als bekanntester deutscher Briefroman gelten. „Wie froh bin ich, dass ich weg bin!“ deutet dabei nicht nur auf eine Flucht...
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Eine Jugend in Deutschland von Ernst Toller im BR-Hörspiel-Pool
Über das Hörspiel Eine Jugend in Deutschland nach den gleichnamigen Erinnerungen des politischen Schriftstellers – oder schriftstellernden Politikers? – Ernst Toller möchte man am liebsten nur zwei Worte verlieren. Und die lauten: Steven Scharf. Es ist vor allem dessen Diktion, die diese brilliante akustische Umsetzung ausmacht; dieser Tonfall des kindlich-naiven Rapports, dieses Hörbarmachen der...
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