Thomas Meinecke

23. August 2010
Von Katrin Schuster
Kategorie AutorInnenlexikon

Thomas Meinecke wird am 25. August 1955 in Hamburg geboren. Im Alter von 22 Jahren zieht er nach München, um an der Ludwig-Maximilians-Universität Germanistik und Theaterwissenschaften zu studieren. Bereits im folgenden Jahr gründet er mit mehreren Kommilitonen – darunter seine spätere Frau, die Künstlerin und Musikerin Michaela Mélian – die Zeitschrift Mode und Verzweiflung, aus der 1980 die Band F.S.K. (Freiwillige Selbstkontrolle) hervorgeht.

Nach dem Abschluss des Studiums – die Magisterarbeit handelt von Karl Philipp Moritz – schreibt Thomas Meinecke für Zeitschriften und Magazine; er macht sich auch als DJ und Moderator beim Bayerischen Rundfunk („Zündfunk“) bemerkbar. Seine wichtigsten Themen sind Körperbilder und Geschlechterrollen, Musik und Popkultur. Im Jahr 1986 erscheint sein erstes Buch, der Prosaband Mit der Kirche ums Dorf. Es folgt die Berlin-Erzählung Holz (1988) und 1996 schließlich sein erster Roman The Church of John F. Kennedy. Zentrales Moment von Meineckes Romanen ist die Inszenierung des Diskurses: Statt einer vordergründigen Handlung finden sich darin vor allem Redeweisen, die in essayistischer Manier gesampelt werden. In einem Interview betont er selbst die untergeordnete Rolle des erzählend ordnenden Subjekts: „Ich habe ja auch das Gefühl, ich weiß gar nicht so viel, mein Text weiß viel mehr als ich“.

In den folgenden Jahren erscheinen die Romane Tomboy (1998), Hellblau (2001), Musik (2004) und Jungfrau (2008), zudem veröffentlicht Meinecke einen Band mit Songtexten der Band F.S.K. (Lob der Kybernetik, 2007).

2004/05 erhält er eine Dozentur bei „Manuskriptum“ an der LMU München. Seit 1994 lebt Thomas Meinecke mit seiner Frau und seiner Tochter in Berg bei Eurasburg.

Weitere Links und Informationen über Werke, Preise, biografische Bezüge und Sekundärliteratur enthält die Datenbank zum literarischen Bayern …

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